Das Wappen ist in seiner Symbolik und seinem geschichtlichen Bezug wohl durchdacht.
Im oberen linken Feld ist das kurkölnische Kreuz zu sehen.
Das schwarze Christussymbol dokumentiert die mittelalterliche Zugehörigkeit des Ortes zu Kurköln.
Diagonal zieht durch das Wappen ein silberner Wellenbalken als Symbol des Rheines, Zeichen für die Verbundenheit mit dem Fluss, der Ernährer der Bevölkerung und Garant für Arbeit war.
In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Strom steht der Anker, der zum einen auf die Schifffahrt, zum anderen auf die Funktion Stürzelbergs als Anlege- und Umschlagstation hinweist. Eine weitere wirtschaftliche Stütze des Dorfes war nämlich die Landwirtschaft. Sie findet sich im Wappen in der grünen, den Ackerbau andeutenden Fläche wieder.
Der Schwan im unteren Teil weist auf die, “Schwanenburg” hin. Dieses für Stürzelberg lange Zeit charakteristische Gebäude wurde als Gasthaus genutzt und war eine zentrale Anlaufstelle für Fruchthändler, bis es 1945 zerstört wurde.
Als letztes Zeichen findet sich schließlich die stilisierte Hochwasser- Schutzmauer. Auch hier besteht wieder der direkte Bezug zum Rhein, diesmal versinnbildlicht im Bedürfnis nach Schutz, den die Mauer gewährt, die die Gewalt des Flusses bannt und die Sicherheit der Menschen dahinter garantiert.

Gestiftet haben das Wappen Jakob und Käthe Justenhoven.
Der Entwurf stammt von Heinrich Meuther, die heraldische Beratung übernahm Dr. Rolf Nagel (Hauptstaatsarchiv Düsseldorf) und die Grafik steuerte schließlich der Heraldiker Dr. Ulf-Dietrich Korn aus Münster bei.

Viereinhalb Jahre nach der Vorstellung, am 26. März 1984, bestätigte der Herolds-Ausschuss die Gültigkeit des Stürzelberger Wappens.
Der Schützenbruderschaft wurde der Wappenbrief überstellt Sie durfte nun ganz offiziell das Wappen einsetzen.