Quelle: Luftaufnahme Stürzelberg von Winfried Schüngel

Stürzelberg gehört als nördlichster Stadtteil Dormagens zum Rhein-Kreis Neuss. Das schöne Dorf liegt zwischen Köln und Düsseldorf und grenzt im Osten an den Rhein und an das Landschaftsschutzgebiet Grind.
Westlich von Stürzelberg befinden sich der Ortsteil St. Peter und die Bundesstraße 9.
Nördlich von Stürzelberg befindet sich ein Gewerbegebiet und südlich wird Stürzelberg von Feldern umgeben und es schließt sich der Ort Zons an.
Seit dem Mittelalter gehörte Stürzelberg zum kurkölnischen Amt Zons im Erzstift Köln. Der überwiegende Teil des Ortes lebte von der Landwirtschaft und insbesondere vom Fischfang. Heute zählt Stürzelberg ca. 4670 Einwohner.

Stürzelberg 1751
(Kartenmacher Mathias Ehmanns)


Der südwestlich von Stürzelberg gelegene Heckhof wurde 1389 als Manngut der Abtei Deutz erstmals urkundlich genannt.
Die noch vorhandenen Gebäude dieses Rittergutes stammen aus dem Jahr 1694, wie eine Torbogeninschrift belegt. 1788 war der Rhein bei Stürzelberg zugefroren. Am 5. Oktober 1794 besetzten französische Soldaten den Ort.

Stürzelberg kam zunächst zum Kanton Zons. Später gehörte der Ort zur Mairie Zons im Kanton Dormagen im Arrondissement de Cologne im Département de la Roer.
1815 kam Stürzelberg an die Bürgermeisterei Zons im Kreis Neuss im Königreich Preußen.
Im Jahre 1867 versuchten die Stürzelberger Gemeindevertreter im Zonser Gemeinderat vergeblich, eine eigene Gemeinde zu gründen.
Im 19. Jahrhundert setzte die Industrialisierung in Stürzelberg ein.
1926 erhielt der Ort die erste Kanalisation.
Seit 1975 ist Stürzelberg ein Stadtteil der Stadt Dormagen.

Die überwiegend katholische Bevölkerung Stürzelbergs gehörte zur katholischen Pfarrei Zons.
Seit 1774 lässt sich auf dem sogenannten Kapellenberg in Stürzelberg eine katholische Kapelle nachweisen, die bis 1838 als Gotteshaus diente.
Im Jahre 1838 wurde an der Oberstraße unter vielen Mühen und persönlichen Opfern der Gläubigen eine neue Kapelle gebaut. Neben ihr wurde 1888 ein Pfarrhaus errichtet, welches 1910  durch Errichtung eines Seitenschiffes (Apsis) zur heutigen Kirche erweitert wurde. Diese wurde dem hl. Aloysius von Gonzaga als Pfarrpatron geweiht. Vermutlich wurde er schon als Schutzheiliger eines Vorgängerbaus verehrt.
Erst Gustav Biesenbach, der am 27. Oktober 1906 zum Rektor in Stürzelberg ernannt wurde, erreichte am 1. Oktober 1919, dass das Rektorat (St. Aloysius Pfarrkirche) durch Erhebung zur Pfarrgemeinde endgültig von der Zonser Mutterkirche unabhängig wurde.
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Weitere tolle Eindrücke und Aufnahmen vom schönen Stürzelberg:
Stürzelberg. Impressionen aus der Luft.“, Dormagen 2009,  von Jost Auler (Autor), Stefanie Schmidt (Bearbeitung), Winfried Schüngel (Fotograf), ISBN 978-3-938473-11-5